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Radball

Radball - eine nicht alltägliche Sportart, vorgestellt durch

Andreas LutzAndreas Lutz, Radballverantwortlicher Schweiz im ATB, Studerswilerstrasse 24, 9302 Kronbühl, Tel./Fax 071 298 36 14 aktiver Radballspieler beim Radballclub St. Gallen, NLA zusammen mit seinem Partner Martin Künzler

In der Schweiz wird in zwei Verbänden Radball gespielt, im Swiss Cycling und im ATB. Seit 16 Jahren wird die Schweizer Meisterschaft gemeinsam ausgetragen. An der Schweizer Meisterschaft 2006 traten für den ATB 61 Mannschaften aus 14 Sektionen an. Der Verband Swiss Cycling stellt 118 Mannschaften aus 31 Sektionen. Total beteiligen sich 179 Mannschaften an der letztährigen Schweizer Meisterschaft aufgeteilt in 9 Stärkeklassen.

Statistik 2006

Nationalliga A 10 Mannschaften ATB 2 Swiss Cycling 8
Nationalliga B 18 Mannschaften ATB 5 Swiss Cycling 13
1. Liga 24 Mannschaften ATB 10 Swiss Cycling 14
2. Liga 41 Mannschaften ATB 22 Swiss Cycling 19
Senioren   5 Mannschaften ATB 1 Swiss Cycling 4
Junioren 18 Mannschaften ATB 3 Swiss Cycling 15
Jugend 22 Mannschaften ATB 8 Swiss Cycling 14
Schüler A 26 Mannschaften ATB 7 Swiss Cycling 19
Schüler B 15 Mannschaften ATB 3 Swiss Cycling 12
       


Radball wird ausschliesslich in der Deutschschweiz gespielt, die Romandie und das Tessin haben keine Radballvereine. Neben Sektionen, die aktiv an der Schweizer Meisterschaft teilnehmen, gibt es diverse Vereine, die den Radballsport nur noch plauschhalber ausüben. Die Teilnehmerzahlen an der Meisterschaft sind rückläufig, vor allem im Nachwuchsbereich. Es wäre wünschenswert, wenn wieder vermehrt junge, interessierte Sportler die faszinierende Sportart "Radball" erlernen würden. 

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Und so wird Radball gespielt resp. "geregelt"...

Das Spielfeld ist wie beim Kunstradfahren international genormt: 14 Meter lang und 11 Meter breit. Es ist von einer 30 cm hohen Schrägbande umgeben.

Zur Mannschaft gehören zwei Spieler: Torwart und Feldspieler, wobei auch der Torhüter im Feld spielen kann und umgekehrt.

Die Spielzeit beträgt zweimal sieben Minuten. Halbzeitpause bei Seitenwechsel maximal zwei Minuten.

Der Ball ist kugelförmig, hat einen Durchmesser von 17-18 cm, ist aus derbem Material gefertigt und wiegt zwischen 500 und 600 Gramm. Seine Geschwindigkeit erreicht bei Freischlägen bis zu 65 km/h.

Das Tor ist quadratisch, 2 Meter breit und ebenso hoch.

Das Velo ist aus Stahl, hat eine Starrlauf für das Retourfahren und kostet zwischen Fr. 1'500.-- und Fr. 2'000.--.

Gespielt wird der Ball durch Schläge mit dem Rad und dem Körper, allerdings ohne Benutzung von Händen und Füssen. Kopfbälle sind gestattet.

Im Strafraum, dem mit einer durchgezogenen Linie von zwei Metern Radius gekennzeichneten Halbkreis um das Tor, darf sich jeweils nur ein Spieler der verteidigenden und angreifenden Partei befinden. Der verteidigende Torwart darf in seinem Strafraum auch die Hände zur Ballabwehr benutzen.

Grobe Regelverstösse im eigenen Strafraum, z.B. Fussabwehr, werden mit einem direkten Strafschuss gebüsst. Die Torentfernung beträgt dabei vier Meter - vom Zentrum des gestrichelten Abwehr-Halbkreises aus.

Andere Regelübertretungen ausserhalb des Strafraums, z.B. Angriff auf einen Gegner oder dessen Fahrrad, werden mit Freischlägen bestraft.

Bei Ausball wird das Spiel nach Unterbrechung je einen Meter von der "Ausstelle" und der Bande entfernt mit einem "Anschlag" fortgesetzt.

Bei Ecke (Corner) wie im Fussball durch die verteidigende Mannschaft verursacht, wird der Ball von einem fixen Punkt aus (zwei Meter von der Torlinie und einen Meter von der Seitenlinie entfernt) geschlagen.

Bei Bodenberührung während des Spiels mit Fuss oder Körper, ist der betreffende Aktive erst wieder spielberechtigt, wenn er die verlängerte Tor-Seitenlinie des eigenen Gehäuses überquert hat. Oft ist das ein grosses Handicap.